Mit einer gehörigen Portion
Skepsis stand ich dem Projekt Galileo VII gegenüber, bin ich
doch nicht das, was man einen echten Trekki nennt. Gut, ich mag die ST-Serien,
mag die Geschichten, die sie erzählen und vor allem die Philosophie
von Toleranz und friedlichem Miteinander, die sie vermitteln, bin doch
aber weit entfernt davon mich als Klingone zu verkleiden oder vor Heldenverehrung
zu vergehen, wenn ich den Namen Jonathan Frakes höre - mal
abgesehen davon, dass mir die Namen der meisten Schauspieler in der Regel
eh nichts sagen...
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Doch was tut man nicht alles, wenn
man überredet wird,
also auf zur Con! Die anfängliche Skepsis vermischte sich mit Erstaunen je weiter der Tag fortschritt, es begann bereits kurz nach dem Weckerklingeln als mein Freund wie der Blitz im Badezimmer verschwand und innerhalb kürzester Zeit gerüstet für den Tag erschien und mich zur Eile antrieb - ganz neue Verhaltensweisen... Mein Erstaunen sollte den ganzen Tag anhalten.
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| Angekommen in Bielefeld vervollständigte
sich unsere Gruppe und wir machten uns gemeinsam auf in die Stadthalle.
Ausgerüstet mit Eintrittskarten, Programmen und Fotoapparaten sahen
wir zunächst... wenig. Keine Mengen von Fans in ausgelassener Stimmung,
keine Stars, nein einige wenige Händlerstände in der einen Ecke,
Essensstände und Videotrailer in der anderen. Aber es war auch erst
Vormittag, der Tag war noch lang, und dann kamen sie, ein klingonischer
Weihnachtsmann, eine nicht ganz so gut ausgestattete Counselor Troi Kopie
und Föderationsoffiziere jeder Altersstufe.
Es begann! Wir verschafften uns einen ersten
Eindruck, erfuhren, dass Max Grodénchik erkrankt war, stöberten
an Händlertischen herum und begaben uns schließlich auf unsere
Plätze um dem ersten Panel beizuwohnen. Dort versuchte ein sichtlich
gut gelaunter Aron Eisenberg mit weiblicher Unterstützung von Chase
Masterson und Lolita Fatjo einen halbgefüllten Zuschauerraum wachzurütteln.
Dies gelang nur schleppend, was sicher nicht an Aron Eisenbergs Anekdoten
lag, die einer Con durchaus würdig waren.
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Nach unserer ersten richtigen Con-Erfahrung
zog es uns zum Essen zu McDonalds. Dort mussten wir uns der Einsicht beugen,
dass wir zwischen Klingonen, Bajoranern, Gestalten aus dem StarWars Universum
und vergleichbaren Wesen eher zu den unauffälligeren Gästen zählten.
Leider existiert kein Foto, das zeigt, wie Bewohner des StarTrek Universums
auf Burger und Pommes warten, war dies doch für mich einer der denkwürdigsten
Augenblicke des Tages. In Bielefeld, meiner Stadt, standen bei McDonalds
allerhand ungewöhnliche Gestalten herum, dort wo normalerweise ganz
gewöhnliche Menschen standen. Hier stellte sich für mich die
Frage, wie der Begriff normal überhaupt zu definieren war...
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